Die Geschichte der Chiropraktik

Die Geschichte der Chiropraktik

Schon seit Menschen Gedenken spielte die Tätigkeit des Chiropraktikers, das Heilen mit Hilfe manueller Techniken, eine Rolle in der Medizin. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet “des mit den Händen tun”. Bereits im antiken Griechenland, Ägypten und China gab es Aufzeichnungen über diese Heilungsmethode, wenngleich die modernen Methoden und Techniken weit darüber hinausgehen.

Von den Anfängen zur modernen Therapie

Eine weitreichendere Bedeutung bekam die Heilmethode Ende des 19. Jahrhunderts. Der amerikanische Heiler Dr. Daniel David Palmer aus Davenport/Iowa behandelte am 18. September 1895 einen Hausmeister aus seinem Haus. Dieser erzählte ihm, wie er 17 Jahre zuvor, als er in einer verdrehten Position arbeitete, sein Gehör verloren hatte. Es hatte ein Plopp-Geräusch gegeben und ein paar Tage danach konnte er nicht mehr hören. Dr. Palmer konnte während seiner Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen dem verdrehten Wirbel und den Beschwerden feststellen. Er konnte den Hausmeister davon überzeugen, dass er durch ein sanftes Einrenken des Wirbelkörpers den Zustand wieder rückgängig machen konnte, und in der Tat besserten sich darauf die Hörprobleme. Eine Woche später konnte der Hausmeister nach 17 Jahren Taubheit wieder hören. Damit war die Basis für die moderne chiropraktische Therapie geschaffen. Auch wenn es manuelle Techniken schon im Altertum gab, erkannte Dr. Palmer als erster, dass Verschiebungen der Wirbel Nerven beeinträchtigen und zu Fehlsteuerungen und Problemen im Körper führen können. Er erkannte, dass das Rückenmark eine Art Schaltzentrale für Informationen im Körper ist, die zwar einerseits durch die Knochen von außen geschützt wird, andererseits aber auch empfindlich gestört werden kann, wenn es zu Knochenverschiebungen kommt.

Mit diesen Erkenntnissen begründete Dr. Palmer die moderne amerikanische Chiropraktik. Man fand heraus, dass ein falsch positionierter Wirbelkörper zusammen mit der Beeinträchtigung der dadurch betroffenen Nerven als Subluxation (Blockade) bezeichnet wird. Diese Blockaden führen dazu, dass das Zusammenspiel des Nervensystems gestört wird, was dazu führen kann, dass die körperliche Gesundheit insgesamt beeinträchtigt wird und die Leistungsfähigkeit darunter leiden kann.

Die Rolle in der modernen Medizin

Heute ist die Methode eine eigenständige akademische Wissenschaft, die sich mit Wirbelblockaden und ihren Auswirkungen auf den Körper beschäftigt. Sie gehört damit zu den medizinischen Disziplinen, denen es um die Gesunderhaltung des Körpers geht. Seit den Anfängen durch Dr. Palmer hat sich die Heilung durch chiropraktische Techniken rasant weiterentwickelt und viele Anwendungen und Techniken hervorgebracht, die durch die moderne Forschung und alltägliche praktische Erfahrungen immer weiterentwickelt werden. Der moderne Chiropraktiker beherrscht ein Repertoire verschiedener Herangehensweisen und Techniken, um verschobene Wirbel wieder in die richtige Position zu bringen. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen konnten die Wirksamkeit der speziellen Anwendungen und ihre Kosteneffizienz gegenüber anderen Heilungsverfahren belegen, so dass die heute eine schonende und natürliche Alternative zu anderen Behandlungsmethoden darstellt, wenn sie fachgerecht von seriös und gut ausgebildeten Therapeuten ausgeführt wird.

Aufgaben eines Chiropraktikers

Die Aufgaben eines Chiropraktikers

Die Chiropraktik ist ein alternativmedizinischer Bereich, der sich mit funktionellen Gelenkbeschwerden beschäftigt. Ziel hierbei ist es, durch verschiedene Methoden Probleme im Bereich der Gelenke aufzuspüren und diese mittels bestimmter Handgriffe der manuellen Therapie zu beseitigen.

Am Anfang der Behandlung steht eine ausführliche Anamnese

Bevor der Therapeut behandelnd tätig wird, klärt er in einem ausführlichen Erstgespräch mit dem Patienten seine Beschwerden und die Krankheitsgeschichte. Besonders wichtig sind dabei Fragen nach Lokalisation, Dauer und Intensität des Schmerzes, sowie nach vorhergehenden Operationen und Medikamenteneinnahme. So bekommt der Mediziner einen Überblick über die individuelle Situation des Patienten und kann hier bereits Entscheidungen treffen, wie eine mögliche Therapie durchzuführen ist. Zur Anamnese gehören auch körperliche Untersuchungen des Patienten mittels Tast- und Röntgenuntersuchung.

Die Therapie funktioneller Gelenkbeschwerden

Die meisten Patienten mit funktionellen Gelenkbeschwerden klagen über Schmerzen im Bereich des Rückens. Ursache hierfür sind meist verschobene Wirbel oder muskuläre Verkrampfungen an Teilen der Wirbelsäule. Diese können dann Schmerzen zur Folge haben, vor allem wenn verschobene Wirbel auf Nerven drücken und diese einklemmen. Hier sind nun die Handgriffe des Chiropraktikers gefragt. Durch spezielle Grifftechniken versucht dieser nun, die vorhandenen Gelenkblockaden zu lösen. Man bezeichnet dies auch als chiropraktische Justierung. Hier geht es nicht um das Einrenken, mit dem diese Heilkunst oft in Verbindung gebracht wird. Vielmehr wird so gearbeitet, dass das physiologische Gelenkspiel beachtet und Bänder sowie Kapseln nicht überdehnt oder gezerrt werden. Eine weitere Technik ist die sogenannte Traktion. Hierbei werden Gelenkpartner durch Zug voneinander entfernt, was zu Entlastung und Schmerzlinderung führt. Die Beweglichkeit der Gelenkkapsel wird so verbessert. Mobilisation, Weichteilbehandlung und Reflextechniken sind zudem weitere Behandlungsmethoden, die ebenfalls angewendet werden können. Diese dienen dazu, die Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen, die Muskulatur zu verlängern und durch Ausnutzung von Nervenreflexen die Schmerzwahrnehmung positiv zu beeinflussen.

Begleitung des Patienten nach der Behandlung

Mit den oben beschriebenen Behandlungstechniken ist die Arbeit nicht beendet. In der Chiropraktik zählt zu den wesentlichen Aufgaben des behandelnden Therapeuten, dem Patienten weitere vorbeugende Techniken und Maßnahmen an die Hand zu geben, damit Schmerzen und Beschwerden nicht wieder auftreten. In einem Gespräch spricht der Therapeut zusammen mit dem Patienten über dessen tägliche Lebensgewohnheiten und Belastungen. Hierbei wird gemeinsam erarbeitet, wie gelenkschonende Körperhaltungen in den Alltag integriert werden können, damit die Beschwerden und Schmerzen in der Zukunft nicht wiederkehren und dauerhaft verschwinden. Der Therapeut gibt dem Patienten individuelle Übungen an die Hand, die regelmäßig durchgeführt werden müssen. Möglicherweise wird auch eine krankengymnastische Weiterbehandlung empfohlen. Ebenso klärt er den Patienten über Sportarten auf, die besonders geeignet sind, um individuelle Beschwerden zu beheben und weiteren Gesundheitsproblemen vorzubeugen. Hier empfehlen wir dir den besten Chiropraktiker Berlin‘s.